Der Schacht vorm Haus steht bis oben voll. Was ist wahrscheinlicher — eine klassische Verstopfung oder ein baulicher Schaden? Solange der Schacht unter Wasser steht, lässt sich das nicht sauber beurteilen. Also zuerst das Naheliegende: Wasser raus, Sicht herstellen.
01
Ausgangslage vor Ort
—Schacht vorm Haus komplett voll (ca. 2 m Durchmesser, ca. 1 m tief).
—Arbeit im Notdienst: Wasserstand absenken, um bis zum Folgetag genug Kapazität für anfallendes Schmutzwasser zu schaffen.
—Kein Zugang über andere Schächte.
—Plan: mit großer Schmutzwasser-Tauchpumpe leeren, dann prüfen, wo der Ablauf blockiert.
02
Vorgehen
Am Folgetag wurde der Schacht mit einer Tauchpumpe (KSB AMAPorter mit 40-mm-Freistromrad) leergepumpt. Sobald der Wasserstand ausreichend abgesenkt war, wurde das Problem sichtbar: Der Schachtauslauf war eingebrochen und durch Kies und Sand blockiert.
Mit dem HD-Spüler ließ sich die Blockade lösen. Eine TV-Inspektion der Leitung war wegen der unzugänglichen Bruchkante nicht möglich.
03
Ergebnis
Der Abfluss war wieder frei und die Anlage bis zur dauerhaften Reparatur betriebsfähig. Der Kanalanschluss wird durch einen fachkundigen Tiefbauer in Kürze saniert — der bauliche Schaden gehört in dessen Hand, nicht in die Spüldüse.
Für Eigentümer und Betreiber
Vor Eingriffen an der Entwässerungsanlage Baugenehmigung und Ortsrecht prüfen — Arbeiten daran sind oft genehmigungspflichtig. Regionale Fachbetriebe unterstützen dabei.