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Leistungen · Rückstauschutz

Rückstauschutz: damit der Kanal nicht in Ihren Keller drückt

Bei Starkregen läuft der öffentliche Kanal voll — und drückt das Wasser dorthin zurück, wo der Weg frei ist: in ungesicherte Keller. Wir beraten, bauen ein und warten, was dagegen hilft: Rückstauverschlüsse und Hebeanlagen, für Eigentümer in Regensburg und im Landkreis.

§1

Was Rückstau ist — und warum er Sie betrifft

Ein öffentlicher Kanal ist nicht für den größten denkbaren Regen dimensioniert — das wäre unbezahlbar. Bei Starkregen steigt das Wasser darin bis zur sogenannten Rückstauebene, in der Regel die Straßenoberkante. Alles in Ihrem Haus, das tiefer liegt und ungesichert mit dem Kanal verbunden ist — Bodenablauf, Waschküche, Dusche oder WC im Untergeschoss —, wird dann zum Überlauf: Das Abwasser kommt von unten aus der eigenen Leitung, nicht durchs Kellerfenster.

Zwei Dinge sollte jeder Eigentümer dazu wissen: Gegen Rückstau aus dem öffentlichen Kanal haftet die Kommune in aller Regel nicht — die Sicherung ist Sache des Grundstückseigentümers. Und die Gebäudeversicherung zahlt Rückstauschäden meist nur mit Elementarbaustein und funktionierendem, gewartetem Schutz. Wie so ein Abend aussieht, wenn beides fehlt, zeigt der Einsatzbericht zum Wasserschaden nach Starkregen.

§2

Klappe oder Hebeanlage? Die wichtigste Weiche

Der Rückstauverschluss — die „Klappe“ nach DIN EN 13564 — ist die einfache Lösung, aber sie ist nur unter Bedingungen zulässig: Die Räume unterhalb der Rückstauebene werden untergeordnet genutzt, ein WC oberhalb ist verfügbar, und die Bewohner können bei geschlossener Klappe auf die Abläufe verzichten. Denn eine geschlossene Klappe sperrt in beide Richtungen — wer dann oben duscht, entwässert in den eigenen Keller.

Wird unten gewohnt, gearbeitet oder regelmäßig ein Bad genutzt, gehört stattdessen eine Hebeanlage hin: Sie pumpt das Abwasser über eine Rückstauschleife oberhalb der Rückstauebene — der Kanal kann drücken, so viel er will. Welche Lösung zulässig und sinnvoll ist, sagen wir Ihnen ehrlich nach einem Blick auf die Anlage — nicht nach Kassenlage.

§3

Nachrüsten im Bestand

Vor dem Einbau steht die TV-Inspektion: Sie zeigt, wo die Leitung verläuft, welche Abläufe unterhalb der Rückstauebene angeschlossen sind und ob der Zustand des Rohrs den Einbau zulässt. Eingebaut wird dann dort, wo es die Anlage hergibt — im Revisionsschacht oder an einer zugänglichen Stelle der Grundleitung.

Zur Übergabe gehört bei uns die Vorführung: Sie sehen, wie der Verschluss auslöst, wo der Notverschluss sitzt und was im Rückstaufall zu tun ist. Ein Ordner mit Einbaudokumentation und Wartungsheft bleibt im Haus.

§4

Ohne Wartung ist die Klappe nur Deko

Ein Rückstauverschluss sitzt im Abwasser. Dichtungen altern, Ablagerungen setzen sich an den Klappentellern fest — und im entscheidenden Moment schließt er nicht. Die Norm sieht deshalb zweimal jährlich eine fachkundige Wartung vor, dazu die monatliche Eigenkontrolle durch den Betreiber. Das ist keine Förmelei: Im Schadenfall fragt die Versicherung als Erstes nach dem Wartungsnachweis — eine ungewartete Klappe kann Sie den Ersatz kosten.

Wir übernehmen die Wartung im festen Turnus: Reinigung, Dichtungs- und Funktionsprüfung, Probeverschluss, Protokoll für Ihre Unterlagen — und die Erinnerung an den nächsten Termin kommt von uns. Was am Schacht passieren kann, wenn niemand hinschaut, zeigt der Einsatzbericht „Rückstau am Schacht“.

§5

Häufige Fragen

Bin ich zum Rückstauschutz verpflichtet?

Die meisten Entwässerungssatzungen verlangen die Sicherung von Abläufen unterhalb der Rückstauebene — und Ihre Versicherung setzt sie im Schadenfall regelmäßig voraus. Gegen Rückstau aus dem öffentlichen Kanal haftet die Kommune in aller Regel nicht. Was Ihre Satzung sagt, klären wir gern mit.

Reicht die kleine Klappe im Bodenablauf?

Sie schützt genau diesen einen Ablauf. Rückstau sucht sich den nächsten offenen Weg — die Dusche daneben, das WC, den Waschmaschinenanschluss. Ob Punktschutz reicht oder die Leitung gesichert werden muss, zeigt erst der Blick auf die gesamte Anlage.

Wie oft muss gewartet werden?

Nach DIN EN 13564 zweimal jährlich fachkundig, dazu monatliche Sichtkontrolle durch Sie. Bei uns läuft das im Turnus mit Protokoll — die Terminverwaltung übernehmen wir.

Was kostet Einbau und Wartung?

Der Einbau hängt von Lage und Zustand der Leitung ab — dafür gibt es ein Angebot nach Befund. Die wiederkehrende Wartung ist ein überschaubarer fester Posten; abgerechnet wird zu den öffentlichen Sätzen.

Vor dem nächsten Starkregen

Lassen Sie prüfen, was bei Ihnen unterhalb der Rückstauebene liegt und wie es gesichert ist — ein Termin, ein klarer Befund, ein Vorschlag. Und wenn Sie schon eine Klappe haben: Wann wurde sie zuletzt gewartet?

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