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B-019 URSACHENSUCHE JULI 2026

Starkregen, dann der Wasserschaden

Nach einem Starkregen steht Wasser im Untergeschoss einer Wohnanlage. Woher kam es — über die Grundleitung, das Regenrohr oder den Bodenablauf? Die Antwort liefert die Kamera, Leitung für Leitung.

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Ausgangslage vor Ort

  • Starkregenereignis, danach Wasserschaden im Untergeschoss einer Wohnanlage.
  • Mehrere Leitungen kommen als Weg des Wassers in Frage — Grundleitung, Regenfallrohr, Bodengully.
  • Die Hausverwaltung braucht eine belastbare Ursachenklärung als Grundlage für die Sanierung.
  • Plan: jede Leitung erst reinigen, dann befahren — nur eine saubere Leitung lässt sich beurteilen.
02

Vorgehen

Zuerst die Grundleitung: vom Kontrollschacht rund 20 m in Richtung Gebäude mit Hochdruck gereinigt und per TV-Inspektion geprüft. Befund: Kieseintrag — und Kies gehört nicht in eine dichte Leitung.

Dann das Regenrohr vom Anschluss bis zur Grundleitung, ebenfalls gereinigt und befahren: Muffenversatz, erneut Kies.

Zuletzt der Bodengully in Richtung Grundleitung. Hier endete der Reinigungsversuch am eigentlichen Schaden: Bruch.

TV-Inspektion am Regenfallrohr
Die Kamera arbeitet im Regenfallrohr, der Monitor zeigt das Rohr von innen.
Kamera-Monitor mit Blick in die Leitung
Jede Auffälligkeit wird mit Meterangabe festgehalten.
03

Ergebnis

Der Weg des Wassers ist dokumentiert: Über schadhafte Stellen gelangt Kies in die Leitungen, der gebrochene Gully-Anschluss lässt Wasser ins Gebäude. Die Eigentümergemeinschaft hat damit eine belastbare Grundlage für die Sanierungsentscheidung — mit Videobeweis statt Vermutung.

Für Eigentümer und Betreiber

Nach Starkregen lohnt der Blick in die Regenentwässerung: Kies und Sand in der Leitung sind ein Warnsignal — sie kommen nur über Schäden hinein. Wer früh prüft, saniert geplant statt im Notfall.